Dieses Jahr haben sich unsere fünf U21 Damen dafür nominiert, für unsere Länderauswahl zu spielen und durften sich in Essen auf der Regattastrecke gegen die anderen Bundesländer beweisen. Da Hamburg nur zwei Spielerinnen hatte, haben wir Sie in unserer Auswahl mit aufgenommen und eine Spielgemeinschaft gegründet. Zuletzt waren unsere Mädels in der Schüler- beziehungsweise Jugendkategorie im Jahr 2014 am Ländervergleichskampf in Horb angetreten.

Freitag Mittag standen wir schon vor der ersten Herausforderung: 5 Spielerinnen plus ein Trainer, 5 Boote und Paddel – ein (gottseidank großes) Auto… Aber alles verlief gut und so kamen wir mitten in der Nacht in Essen an, wo wir bald schon schlafen gingen.

Der Samstagmorgen begann sehr früh mit einer unangenehmen Überraschung. Eine der beiden Hamburgerinnen hatte abgesagt, so starteten wir nur zu sechst in das Turnier. Nach einem guten Frühstück klebten wir den bekannten gelben Streifen auf all jene Boote, denen dieser noch fehlte – inklusive dem Hamburger Import. Um 10:30Uhr starteten wir dann gegen Berlin. Ein Gegner, den wir aus Horb noch sehr stark in Erinnerung hatten und der es uns tatsächlich schwer machte. Unkonzentriert und klar unterlegen mussten wir eine Niederlage einstecken. Frustriert zogen wir Bilanz aus unserem Spiel und starteten motiviert gegen Nordrhein-Westphalen, ein wie sich herausstellte, noch stärkerer Gegner. Auch hier konnten wir nicht punkten.

Trotzdem verloren wir weder Mut noch Motivation und zogen Schlüsse und Verbesserungsbedarf aus den beiden Spielen. Mit der Hamburgerin harmonierten wir von Anfang an und sie stärkte unser Team mit ihrer langjährigen Spielerfahrung.

Im dritten und letzten Spiel des ersten Turniertages gegen Niedersachsen konnten wir direkt in der ersten Halbzeit punkten und konnten so den Gegner unter Druck setzen. Dies kostete jedoch viel Kraft, sodass sie uns in der zweiten Halbzeit mit Manndeckung und Kontern die letzte Kraft raubten und wir uns auch gegen den Letzen Gegner am Ende geschlagen geben mussten.

Nach dem Abendessen mit integrierter Teambesprechung ließen wir den Abend noch sportlich ausklingen und dann ging es schon früh ins Bett.

Sonntag Morgen waren wir ausgeruht und fit, begannen früh uns aufzuwärmen und starteten motiviert ins letzte Spiel des Turniers. Wieder sahen wir uns den Berlinern gegenüber. Leider ließen wir uns leicht unter Druck setzen und so konnten die Berliner das Spiel schon früh für sich entscheiden.

Nach dem Spiel schauten wir noch bei der Champions League (die neben unserem Turnier stattfand) zu und konnten uns so viele Tricks, Taktiken und Spielzüge abschauen. Nach einer langen aber zwischenfalllosen Fahrt kamen wir endlich in Radolfzell an.

Insgesamt konnten wir viele wichtige Erfahrungen aus Essen mitnehmen, die wir hoffentlich in den ersten Turnieren der neuen Saison – voraussichtlich Horb und Zürich – umsetzen können. Wir nehmen uns fest vor, an den erkannten Mankos und Fehlern zu arbeiten und unsere Stärken weiter auszubauen und freuen uns auf das kommende Polo-Jahr. Vor allem freuen wir uns darüber, dass unsere neugewonnene Mitspielerin aus Hamburg uns im nächsten Jahr in Radolfzell und eventuell weiteren Turnieren gerne unterstützen möchte.