Teilnehmer:

Christoph Straub (Übungsleiter), Jochen Flaig, Monika Flaig und Sibylle Goertz

Mit dabei aus Spaß an der Freude waren Sonja Straub & Marcel Straub mit Hund Tara,

Michaela Gesell mit Familie Jürgen und Felix und ich mit meiner Familie Thomas, Lena und Mara

 

Morgens aus dem Zelt kriechen und einen herrlichen Blick auf den Karwendel genießen, wer wünscht sich das nicht…leider war das nicht vom ersten Tag an so, denn das Wetter ist dieses Jahr nicht immer auf unserer Seite…

Unser Ausflug nach Mittenwald, im Herzen des tollen Wandergebietes Karwendel in Bayern, lief alles andere als geplant. Eigentlich wollten alle am Mittwochabend an dem tollen Naturcampingpark Isarhorn in Mittenwald anreisen, doch das Wetter machte es einem nicht leicht. Die Vorhersage lautete Unwetterwarnungen mit heftigen Regenfällen bis zu 120 l/m² für den ganzen Raum Garmisch-Partenkirchen.

Michaela mit Familie hat sich in dem idyllischen Örtchen Mittenwald eine Ferienwohnung angemietet, was sich als richtige Entscheidung entpuppte, denn es war wohl nicht nur eine tolle Wohnung mit netter Anbindung an Familie und Tier, sondern bot Sibylle die ersten zwei Nächte auch einen sicheren und trockenen Unterschlupf, denn ihr Zelt hätte es höchstwahrscheinlich weggeschwemmt bei all den Regenmassen, die Mittwoch und Donnerstag runterkamen. Christoph, Sonja und Marcel mit Hund Tara waren in ihrem Wohnmobil vor allen Umwelteinflüssen sicher und sicherten uns Nachzüglern einen tollen Platz auf dem Naturcampingpark.

Ich bin mit meiner Familie auf Grund der Wetterlage dann erst am Freitag angereist und mit uns kam die SonneJ. Moni und Jochen sind ebenfalls erst am Freitag angereist, da Jochen noch arbeiten musste. Aus einer gemeinsamen Anreise wurde also leider nix.

 

Am Freitag kam dann endlich die ersehnte Sonne und der Regen war vorbei. Christoph und Sibylle nutzen diese Chance und machten gleich morgens ihre Boote startklar für das Wildwasserabenteuer. Die erste Herausforderung sollte die Isar sein, die nun auf Grund des Hochwassers viel Abwechslung und Tücken bot. Sonja und Marcel nutzten ebenfalls das tolle Wetter und wanderten währenddessen neben der Isar entlang. Praktischerweise war die Ausstiegsstelle direkt an unserem Campingpark, so dass Christoph und Sibylle gerade mit ihren Booten wieder anmarschiert kamen, als ich mit meiner Familie fertig war mit Zelt aufbauen und einräumen. Als auch Sonja und Marcel wieder mit dem Wohnmobil auf dem Campingplatz eingetroffen sind, war die Aufregung schon gleich groß, da es wohl eine Einlage mit einem im Felsen feststeckenden Paddel gab, das Christoph heldenhaft aus dem Felsen „gerettet“ hat. Marcel hat das Paddel dann in freudiger Erwartung eines Finderlohns oder gar eines neuen Paddels kilometerlang zurück zum Parkplatz getragen. Dort fand sich dann der Besitzer des Paddels ein, der sich leider nicht gerade dankbar zeigte und fern ab von jeder Freundlichkeit war.  Somit also kein neues Paddel und auch kein Finderlohn, was in Anbetracht der Aktion und des Wertes angebracht gewesen wäre. Dieser Besitzer und sein Paddel sorgten dann den Rest des Aufenthalts immer mal wieder für Aufregung und Gesprächsstoff.

Die erste Nacht dann von Freitag auf Samstag war für uns im Zelt doch noch ziemlich kalt bei ca. 6 Grad. Das wurde dann aber am nächsten Morgen direkt wieder vergessen bei diesem herrlichen Anblick, der sich uns bot, als wir noch müde und verschlafen aus dem Zelt krochen. Strahlend blauer Himmel und Sonne pur mit einem sagenhaften Blick auf den noch mit Schnee bedeckten Karwendel. Was will der Mensch mehr…

Mit diesem Ausblick wurde dann in der Sonne gefrühstückt und der Tagesablauf besprochen.

Da Jochen und Moni bei der ersten Tour auf der Isar leider noch nicht dabei waren, beschlossen die 4 nochmals auf der Isar ihr Können zu testen, bevor die große Herausforderung auf der Loisach in Angriff genommen wird. Obwohl man wohl ein paarmal nass wurde, hatten alle viel Spaß und mal wieder eine Menge gelernt. Während sich die 4 in dem kühlen Nass vergnügten, sind Sonja und Marcel nochmals gewandert und wir anderen haben uns auf dem Karwendel in sonniger Höhe eingefunden. In nur 10 Minuten entschwebten wir hinauf auf 2.244 m über dem Meer! Oben angekommen auf Deutschlands höchster Bergstation in einem Naturschutzgebiet haben wir bei wolkenlosem Himmel und Sonne pur gigantische Ausblicke auf die Gegend genossen. Da leider noch Schnee lag, konnte man ohne Erfahrung und geeignetes Schuhwerk nicht wandern. Es war trotzdem einmalig und die Sonnenterasse hat zum Verweilen eingeladen.

Am Abend hatte dann jeder eine Menge zu erzählen und der Folgetag wurde geplant.

Zuerst hieß es wieder Zelte abbauen, alles wieder in die Autos verstauen und die Rückfahrt antreten.

Michi mit Familie und ich mit Familie hatten noch die Sommerrodelbahn in Garmisch-Partenkirchen auf dem Programm. Für unsere Wildwasserpaddler sollte es dann noch vor der Heimfahrt eine Herausforderung der besonderen Art werden, die Christoph sich für die 3 Wildwasserlehrlinge ausgedacht hat. Die Loisach -  als Wildwasserklassiker bekannt und gilt als interessanter und beliebtester Wildwasserfluss in Deutschland mit einer Schwierigkeitsstufe von 3-4!

Am Abend hatten wir es noch davon, dass bei so Wildwasserausfahrten man immer mit 10% Schwund rechnen muss. Auf meine Frage hin, ob sich das auf Material oder Personen bezieht, meinte Sonja, dass beides möglich ist. Und unsere 3 sollten da auch keine Ausnahme bilden. Moni hätte beinahe ihr Boot verloren und Jochen machte Bekanntschaft mit dem Grund der Loisach, wobei er sich eine kleine Platzwunde an der Stirn zuzog, die im ersten Moment wohl schlimmer aussah, als es dann Gott sei Dank war. Trotz allem haben sich die drei nach Aussage von Christoph tapfer geschlagen und ihr Können wieder um einige Erfahrungen erweitert und der Spaß kam wohl auch nicht zu kurz. Die Beule von Jochen war auch recht schnell wieder verheilt und ein bleibender Schaden scheint er auch nicht davongetragen zu haben.

Alles in allem war es wieder eine gelungene Wildwasserausfahrt. Das Wetter zeigte sich ja dann von seiner schönsten Seite und wir haben viel erlebt und viel gelacht.

Am Abend haben wir uns dann alle nochmals im Kanuclub zum Abendessen getroffen und auf die tollen Tage angestoßen.

Vielen lieben Dank!